Wenn Kinder Haltung zeigen: Schillerschule gewinnt Preis für Gewaltprävention

Die Schillerschule Onstmettingen hat erneut bewiesen, dass Kreativität und Gemeinschaft kraftvolle Mittel zur Gewaltprävention sein können. Die ehemaligen vierten Klassen der Grundschule begeisterten mit einem Theaterprojekt, das nicht nur ihre schauspielerischen Talente, sondern auch ihr soziales Bewusstsein in den Mittelpunkt rückte und über die Schulgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregte.

Unter der Leitung der Lehrerinnen Hannah Grieser und Kerstin Schuster sowie den Schulsozialarbeiterinnen Katharina König und Anna Weidelener adaptierten die Kinder das Buch von Heike Becker. Inspiriert wurden sie durch das Theaterstück „Was du nicht willst, das man dir tu“ von Monika Wieder, das sie zuvor gemeinsam angeschaut hatten. Ziel war es, das komplexe Thema Mobbing greifbar zu machen – mit beeindruckendem Erfolg.

Die Schüler*innen teilten sich in zwei Gruppen: eine gestaltete das Bühnenbild, die andere entwickelte die Rollen. Musiklehrerin Angelika Steinmaier unterstützte das Projekt, indem sie mit den Kindern passende Lieder einstudierte. Mitreißend und einfühlsam wurde das Stück schließlich vor der gesamten Schule aufgeführt – ein emotionaler Moment für alle Beteiligten.

Beim Tag der Schülersicherheit der Unfallkasse Baden-Württemberg (UKBW) gewann die Schillerschule nun den Preis in der Kategorie Gewaltprävention. Die Jury würdigte so die frühzeitige Sensibilisierung für soziale Themen und das gelungene Zusammenspiel von Kunst, Pädagogik und Prävention. Das Preisgeld wird direkt in weitere Maßnahmen investiert: Im kommenden Schuljahr erhalten die Viertklässler*innen ein Sozialtraining kombiniert mit „Rangeln und Raufen“ von der Akademie Eigensinn. Ziel ist es, die körperliche Ausdrucksfähigkeit und Konfliktlösungsstrategien weiter zu fördern.

Auch das Engagement der jungen Schauspieler*innen wurde gebührend gefeiert. Im Jugendtreff Tailfingen fand eine ausgelassene Party für alle Mitwirkenden statt – mit Pizza, Popcorn, Tanz und dem gemeinsamen Ansehen ihres Theatervideos. Ein Moment der Gemeinschaft, der zeigt: Wenn Kinder lernen, füreinander einzustehen, entsteht etwas Großes.

Mit ihrem Theaterprojekt haben die Schüler*innen der Schillerschule nicht nur ein Stück inszeniert, sondern eine Botschaft gelebt. Sie zeigen, wie wichtig es ist, schon früh Empathie und Zusammenhalt zu stärken – und dass jeder etwas gegen Mobbing tun kann.